Technische und organisatorische Maßnahmen
Stand: 19.10.2026
Diese Übersicht beschreibt die Maßnahmen, mit denen Aufmetra die verarbeiteten Daten schützt (Art. 32 DSGVO). Sie ist Anlage 1 des Auftragsverarbeitungsvertrags. Sie nennt nur Maßnahmen, die tatsächlich umgesetzt sind, und benennt offen, was noch fehlt.
Umgesetzt
Vertraulichkeit – Mandantentrennung
- Jeder Datensatz mit Kundendaten ist einem Kunden (Mandanten) zugeordnet. Die Trennung ist in der Datenbank selbst erzwungen (Row-Level-Security): Die Anwendung greift mit einer Datenbankrolle ohne Sonderrechte zu und kann nur Datensätze des angemeldeten Kunden lesen oder ändern.
- Dateien liegen in einem Objektspeicher unter kundengetrennten Pfaden. Hoch- und Herunterladen erfolgt nur über zeitlich begrenzte, signierte Links (Hochladen 15 Minuten, Herunterladen 5 Minuten), die die Anwendung erst nach Prüfung der Anmeldung und der Kundenzugehörigkeit ausstellt; es gibt keinen öffentlichen Dateipfad.
- Die Trennung wird durch automatisierte Tests geprüft.
Zugang und Zugriff
- Alle Seiten der Anwendung außer den öffentlichen Seiten erfordern eine Anmeldung. Der Verwaltungsbereich ist nur Administratoren des Anbieters zugänglich; Zugriffe auf Aufträge eines Kunden erfordern eine dokumentierte Begründung und werden protokolliert.
- Passwörter werden nur als Hashwert gespeichert (PBKDF2); Mindestlänge 10 Zeichen, gängige, rein numerische und den Kontodaten ähnliche Passwörter werden abgelehnt.
- Zwei-Faktor-Anmeldung mit Authenticator-App und Wiederherstellungscodes steht allen Nutzern zur Verfügung.
- Begrenzung fehlgeschlagener Anmeldeversuche; Links zum Bestätigen der E-Mail-Adresse und zum Zurücksetzen des Passworts sind zeitlich begrenzt und werden nicht gespeichert.
- Sitzungs-Cookies nur über HTTPS und ohne Zugriff durch Skripte; Schutz aller Formulare gegen Cross-Site-Request-Forgery; Schutz vor Einbettung in fremde Seiten.
Übertragung
- Alle Verbindungen zur Website, zur Anwendung und zum Objektspeicher sind per TLS (mindestens TLS 1.2) verschlüsselt; unverschlüsselte Aufrufe werden umgeleitet, HSTS ist aktiv.
- Die Verbindung zum KI-Anbieter läuft verschlüsselt über ein eigenes Gateway; die KI-Prozesse selbst haben keinen direkten Internetzugang.
Eingaben und Dateien
- Hochgeladene Dateien werden ausschließlich in abgeschotteten Containern aufbereitet: ohne Netzwerkzugang, als unprivilegierter Nutzer, mit schreibgeschütztem System, ohne Sonderrechte und mit begrenztem Arbeitsspeicher – nie im Web- oder Hintergrundprozess der Anwendung. Die Dateigröße ist begrenzt (höchstens 200 MB je Datei).
- Ausgaben werden gegen Cross-Site-Scripting maskiert.
- Öffentliche Formulare sind ohne externen Dienst gegen Spam geschützt und je IP-Adresse begrenzt.
Netz und Betrieb
- Betrieb in einem Rechenzentrum der Hetzner Online GmbH in Deutschland.
- Datenbank und Zwischenspeicher sind nicht aus dem Internet erreichbar; die Anwendung ist nur über den vorgeschalteten Webserver erreichbar. Eine Firewall lässt nur die benötigten Zugänge zu.
- Zugangsdaten und Schlüssel liegen nur in geschützten Konfigurationsdateien auf dem Server, nicht im Quellcode.
- Sicherheitsupdates des Betriebssystems werden automatisch eingespielt. Wiederholte fehlgeschlagene Anmeldeversuche am Server-Fernzugang führen zu einer automatischen Sperre der angreifenden Adresse.
- Protokolle werden größenbegrenzt rotiert; sie enthalten keine Passwörter.
Nachvollziehbarkeit
- Korrekturen am Aufmaß werden mit Nutzer, Zeitpunkt sowie altem und neuem Wert gespeichert. Wesentliche Aktionen (z. B. Hochladen von Plänen, Anlegen, Abschließen und Löschen von Aufträgen, Einladungen, Zugriffe des Betriebs) stehen mit Nutzer und Zeitpunkt im Protokoll. Aufmetra trifft keine Entscheidungen mit Außenwirkung selbst.
Datensicherung
- Die Datenbank wird täglich automatisch gesichert und verschlüsselt (AES-256); aufbewahrt werden die letzten 14 Tage. Eine vollständige Wiederherstellung wurde am 19.10.2026 erfolgreich getestet.
Löschung
- Inhaber können Aufträge und das gesamte Firmenkonto in der Anwendung löschen; dabei werden auch die zugehörigen Dateien entfernt. Rechnungen bleiben bis zum Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfristen erhalten. Verläufe der KI-Läufe werden automatisch nach 90 Tagen gelöscht.
Noch nicht umgesetzt (vor dem Start geplant)
- Ablage der Datensicherungen an einem zweiten Standort außerhalb des Anwendungsservers, Sicherung der hochgeladenen Dateien (bisher wird nur die Datenbank gesichert) und regelmäßige, dokumentierte Wiederherstellungstests in festem Rhythmus.
- Verschlüsselung der gespeicherten Daten und Dateien auf Datenträger- bzw. Speicherebene.
- Ein TLS-Zertifikat einer öffentlichen Zertifizierungsstelle für eine eigene Domain (im derzeitigen Zwischenbetrieb stellt der Server das Zertifikat selbst aus).
- Eine Content-Security-Policy für alle Seiten und ein Abmelden nach Inaktivität.
- Anmeldung am Server-Fernzugang ausschließlich per Schlüssel und Betrieb der Anwendung auf einem eigenen Server ohne Entwicklungsumgebung.
- Automatische Löschung des Aktionsprotokolls nach einer festen Frist.
- Ein dokumentierter Prozess für Sicherheitsvorfälle und für Software-Updates der Anwendung.